Kunst kennt keine Grenzen
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29. März – 11. Juni 2017
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DisAbility on Stage

Brückenschlag zwischen Forschung, Theater- und Tanzpraxis und Ausbildung

Das Bühnenlabor DisAbility on Stage versteht sich als ein Pilotprojekt, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Tanz- und Theaterausbildung in der Schweiz zu fördern. Im Fokus stehen zwei modellhafte Zusammenarbeiten. Einerseits im Master Bewegungstheater an der Accademia Teatro Dimitri in Verscio zusammen mit der Tanzkompanie Teatro Danzabile im Tessin (Bühnenlabor 1) und andererseits im Bachelorstudiengang Contemporary Dance der Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit BewegGrund in Bern und Danzabile im Tessin (Bühnenlabor 2). Das Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Knowhow an den Schnittstellen zwischen Ausbildungspraxis, der Theater- und Tanzszene von und mit Menschen mit einer Behinderung sowie praxisorientierter Forschung an der Kunsthochschule.

Im Rahmen der Festivals unter dem Dach von IntegrART finden öffentliche Präsentationen und somit die Vermittlung der künstlerischen und wissenschaftlichen Ergebnisse an eine breite Öffentlichkeit statt.

Das Bühnenlabor ist an das im September 2015 gestartete dreijährige Forschungsprojekt DisAbility on Stage (2015-2018) am Institute for the Performing Arts and Film (IPF) der ZHdK gekoppelt, welches vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wird. Ziel ist es, einen Diskurs um Behinderung an den Kunsthochschulen und Universitäten in der Schweiz zu initiieren, und die daraus resultierenden Forschungserkenntnisse in die Praxis zu übertragen.

Drei Studien stehen dabei im Fokus:

  • Die Studie Disabled Bodies in Discourse an der Accademia Teatro Dimitri untersucht die Schnittstellen zwischen Physical Theatre sowie Theater von und mit Darsteller/-innen mit Behinderung. Fragen des Trainings und der Autorschaft von Darsteller/-innen mit Behinderung bilden den Kern der Untersuchung und werden mittels eines Practice-based Research Workshops in Kooperation mit Teatro Danzabile vertieft.
  • Das Teilprojekt Inszenierungsprozesse im Theater von und mit geistig behinderten Akteur_innen an der ZHdK und der Universität Basel ist an das Theaterexperiment Freie Republik HORA geknüpft. Im Rahmen des mehrstufigen Langzeit-Performanceprojekts führen Ensemblemitglieder des Zürcher Theater HORA erstmals auch Regie. Dieser Prozess wird aus künstlerischer, theaterwissenschaftlicher und videoethnographischer Perspektive untersucht.
  • Im Fokus des Doktoratsprojektes und somit der dritten Teilstudie mit dem Titel Disabled Theater – Der Beginn von Akzentverschiebungen in der Rezeption an der Universität Bern steht die Wahrnehmung von Theater von und mit Darstellerinnen und Darstellern mit Behinderung durch das Publikum und in den Medien.

Die Bühnenlabore mit Tänzerinnen und Tänzern sowie Performerinnen und Performern mit und ohne Behinderungen ermöglichen den Transfer und die Weiterentwicklung der Forschungsresultate im Ausbildungskontext.

Nähere Informationen befinden sich auf dem Blog.

 

Credits Bühnenlabore:

Veranstalter:

Institute for the Performing Arts and Film u. BA Contemporary Dance, ZHdK; Accademia Teatro Dimitri, Verscio; Teatro Danzabile; BewegGrund

Projektleitung:

Dr. Yvonne Schmidt, Institute for the Performing Arts and Film, ZHdK

Verscio:

Künstlerische Leitung: Emanuel Rosenberg Performer/-innen: Felix Baumann, Sara Bocchini, Stefanie Bolzli, Angela Calia, Adriano Cangemi, Laura Coda Cantù, Elisa Di Cristofaro, Mirjami Heikkinen, Guglielmo Hug, Aida Illic, Miriam Kotlaris, Pierre Lepori, Joelle Petrini, Andres Santos, Morgan Wilson, Daniele Zanella Forschungsteam: Sara Bocchini, Sarah Marinucci, Dr. Demis Quadri

Zürich:

Künstlerische Leitung: Emanuel Gat Coaching: Emanuel Rosenberg, Susanne Schneider Tänzer/-innen: Sophie Annen, Jay Ariës, Sophie Bertschy, Emmy Blein, Giorgia D'Amico, Alice D'Angelo, Giorgia Lolli, Gina Andrea Maag, Selene Martello, Viktorija Semakaité, Antonio Spatuzzi, Dario Theiler, Elisa Scarselli, Joelle Petrini, Miriam Kotlaris, Laura Coda Cantù, Giuseppe Comuniello, Sylvie Chen, Lua Leirner Forschungsteam: Sarah Marinucci, Dr. Yvonne Schmidt

Förderung:

Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung; Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB; Corymbo Stiftung; Oertli Stiftung; Fachstelle Gleichstellung & Diversity, ZHdK

Praxispartner:

IntegrART, ein Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent