Ästhetik versus Authentizität?
Reflexionen über die Darstellung von und mit BehinderungEin Symposium des Migros-Kulturprozent im Rahmen von IntegrART. In Zusammenarbeit mit dem Institut for Art Education der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Unterstützt von Pro Helvetia, Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und der Stiftung Corymbo. Konzeption und Leitung: Imanuel Schipper
Was bedeutet Ästhetik bei einem sich präsentierenden Körper jenseits von «schön», «ideal» oder «normal»? Was ist bei den Darstellenden Künsten mit «authentisch» gemeint? Sind Bewegungen eines Körpers mit Behinderung authentischer? Können sie un-authentisch sein?
Die Sehnsucht nach authentischen Erfahrungen ist omnipräsent. Reales Leben erstürmt die Bühne, Biografien werden inszeniert, authentische Gefühle werden produziert. Ist Authentizität nur möglich, wenn bestimmte ästhetische Normen beachtet werden und wie verhält es sich, wenn Darsteller mit Behinderungen auf der Bühne stehen?
Das dritte IntegrART-Symposium betrachtet kritisch-wissenschaftlich das Spannungsfeld zwischen Ästhetik und Authentizität in den Darstellenden Künsten. Eingeladen sind Performancewissenschaftler, Regisseure, Performer und Pädagogen aus USA, Europa und Australien. In Vorträgen, Lecture Demonstrations, Gesprächsrunden und Workshops reflektieren die Referenten zusammen mit den Teilnehmenden folgende Leitfragen:
_Was bedeuten Ästhetik und Authentizität jenseits der Norm?
_Können Darsteller mit Behinderungen professionell sein? Warum und von wem wird diese Frage gestellt? _Welche Funktion übernimmt der Zuschauer beim Rezipieren des Stückes?
Inwiefern ist er emanzipiert? Empfindet er nur Mitleid und anerkennende Bewunderung? Was können Zuschauer von Darstellern mit Behinderung lernen?




