Programm

Donnerstag, 2. Mai 2019, Gessnerallee Zürich und Tanzhaus Zürich

Titel Uhrzeit Programm
Eintreffen 15.30 Eintreffen in der Gessnerallee Zürich
Begrüssung 16.00 Hedy Graber Leiterin Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund
Andreas Rieder Leiter Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB
Roger Merguin Künstlerischer Leiter Gessnerallee Zürich
Isabella Spirig Projektleiterin Tanz, Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund
Nina Mühlemann und Tanja Erhart Co-Leiterinnen IntegrART-Symposium 2019
Comedy-Performance 16.30 Edwin Ramirez (CH)

Pause 16.45  
Podiumsdiskussion 17.00 Behinderung und ihr kreatives Potenzial: Wie beeinflusst es unsere Herangehensweisen an die Kunst und an den Kunstprozess?
mit Jo Bannon (GB), Amelia Cavallo (USA/GB), Edwin Ramirez (CH), Moderation: Tanja Erhart und Nina Mühlemann
Apéro riche 18.00  
Wechsel ins Tanzhaus 19.00 Wir legen den Weg von der Gessnerallee zum Tanzhaus gemeinsam zu Fuss und im Niederflurtram zurück. Als Alternative steht ein barrierefreier Shuttle zur Verfügung für Teilnehmende, die diesen benötigen.

Performance 20.00

Claire Cunningham (GB), Jess Curtis (USA)
The Way You Look (at me) Tonight
Dauer: 100 Min. Ort: Tanzhaus Zürich
Englisch mit deutschen Übertiteln, Audiodeskription auf Deutsch (gesprochener Text auf Englisch) und deutschschweizerische Gebärdensprache

 

Freitag, 3. Mai 2019, Gessnerallee Zürich

Titel Uhrzeit Progamm
Eintreffen 9.30 Jenni-Juulia Wallinheimo-Heimonen(FIN)
Disrupting Purity
Kunstinstallation

Podiumsdiskussion 10.00

Verschiedene Perspektiven auf Behinderung: Das Wechselspiel zwischen Theorie und gelebter Erfahrung
mit Colette Conroy (GB), Tanja Erhart (A/GB), Nina Mühlemann (CH)
PDF Key Note by Colette Conroy on Models of disability

Pause 10.40  
Tischgespräche 11.00

1 Dein Körper entscheidet, wie du Kunst erlebst.
Wie wir als Zuschauende Aufführungen erfahren und wahrnehmen, wird nicht nur von der Performance selber beeinflusst. Dazu gehören unsere eigene Körperlichkeit, unsere Umgebung und das Vorher und Nachher einer Show. Warum ist es wichtig, sich diese Einflüsse bewusst zu machen?

1a mit Jess Curtis (USA), nur in Englisch
PDF Tabletalk 1a Your body determines how you experience art

1b mit Alex Oberholzer (CH), auf Deutsch und Französisch
PDF Tischgespraech 1b Dein Körper entscheidet wie du Kunst erlebst


2 Menschen mit Behinderung machen spannendere Kunst!
Der Begriff «Access Aesthetics» bedeutet, dass Zugangsmittel für Menschen mit Behinderung (z.B. Audiodeskription, Gebärdensprache) als kreative Strategien genutzt und von Anfang an in den künstlerischen Prozess miteinbezogen werden. Diese Strategie wurde aus der eigenen gelebten Erfahrung von Künstler*innen mit Behinderung entwickelt und steht im Unterschied zu «regulärem» Zugang, in dem fertige Stücke in letzter Minute zugänglich gemacht werden. Ist das eine besser als das andere?

2a mit Claire Cunnigham (GB), nur in Englisch
PDF Tabletalk 2a Disabled people make more exciting art

2b mit Nina Mühlemann (CH), auf Deutsch und Französisch
PDF Tischgespräch 2b Menschen mit Behinderung machen spannendere Kunst



3 Kulturelle Leitpositionen sind nicht für Menschen mit Behinderung gedacht.
Der Kunst- und Kulturbereich ist auf eine Art und Weise aufgebaut, die es Menschen mit Behinderung erschwert, Entscheidungstragende zu sein. Beispielsweise gibt es in der Schweiz so gut wie keine Menschen mit Behinderung in kulturellen Führungspositionen. Was steckt dahinter? Gibt es keine qualifizierten Leute? Was muss sich verändern?

3a mit Kate Marsh (GB), nur in Englisch
PDF Tabletalk 3a Positions of cultural leadership are not meant for disabled people

3b mit Tanja Erhart (A/GB), auf Deutsch und Französisch
PDF Tischgespräch 3b Kulturelle Leitpositionen sind nicht für Menschen mit Behinderung gedacht

Präsentation im Plenum 12.00 Ergebnisse der Tischgespräche
Mittagessen 12.30  
Podiumsdiskussion 14.00 The Way You Look (at me) Tonight: Bewegte Perspektiven
mit Colette Conroy (GB), Claire Cunningham (GB), Jess Curtis (USA), Sandra Umathum (D), Moderation: Nina Mühlemann
PDF Response of Colette Conroy to "The Way You Look (at me) Tonight"
PDF Response of Sandra Umathum to "The Way You Look (at me) Tonight"
Aktive Teilnahme in drei Formaten 14.50 1 Jo Bannon (GB)
Describing Mystery – Mysterien beschreiben
Workshop, nur in Englisch

Im Workshop von Jo Bannon werden wir die kreativen Möglichkeiten untersuchen, die Audiodeskription als ein Mittel mit sich bringt, wenn Performance gemacht oder erfahren wird. Wir betrachten die individuellen Unterschiede, die darin bestehen, wie wir sehen, woran wir glauben, und die Unterschiede zwischen dem, was wir sehen und was wir in Worte fassen können. Teilnehmende arbeiten mit Materialien, Improvisation, Text und Beschreibungen, um die Komplexität von Perspektiven zu erfassen, Illusionen zu brechen und Mysterien zu erschaffen. Dieser Workshop ist Teil von Bannons Forschung zu einem neuen Kunstprojekt, in dem es um die Zusammenhänge von Sehkraft, Mysterium und Glauben geht.


2 Jenni-Juulia Wallinheimo-Heimonen (FIN)
Disrupting Purity – Reinheit stören
Interaktive Führung durch die Kunstinstallation

Die finnische Multimediakünstlerin Jenni-Juulia Wallinheimo-Heimonen führt das Publikum durch ihre Ausstellung, die Kurzfilme, Textilien und Installationen beinhaltet. Teilnehmende haben die Möglichkeit, mit einigen der Kunstwerke physische Erfahrungen zu machen, zum Beispiel mit den «parasitischen Prothesen», verzierte Prothesen und Kleidungsstücke, die gemacht wurden, um Prothesenneid zu schüren. Oder dem «magischen Handschuh», der auf seine Umgebung mit Klang reagiert. In Konversation mit Nina Mühlemann und den Teilnehmenden erzählt Wallinheimo-Heimonen, wie ihre Kunstwerke von Themen der Gleichstellung inspiriert wurden.

3 Theater HORA (CH)
Freie Republik HORA – Und was talkst du?
Workshop mit Gianni Blumer (CH), Nele Jahnke (D/CH), Sarah Marinucci (CH)

Im Fokus des Workshops steht das Langzeitprojekt «Freie Republik HORA» des Zürcher Theater HORA. Mittels einer kurzen Einführung sowie einiger dargebotener Szenen, inszeniert von HORA-Schauspieler Gianni Blumer, wird ein Einblick in die verschiedenen Phasen ebendieses Theaterexperiments geboten. Zudem soll dadurch die Grundlage geschaffen werden, um im Anschluss an die Kurzperformance verschiedene, im Rahmen von «Freie Republik HORA» und in Kooperation mit dem SNF-Forschungsprojekt «DisAbility on Stage» am Institute for the Performing Arts and Film der ZHdK entwickelte Formate von Publikumsgesprächen auszuprobieren. Folgende Fragen sind dabei wichtig: Wie sprechen wir über das, was wir sehen? Wer spricht? Wer bestimmt die Diskussion? Und welche nicht sprachbasierten Formate des Austauschs können den Diskurs (mit-) bestimmen?

Pause 16.30

 

Podiumsdiskussion 16.50 Verkörperte Perspektiven und Entscheidungsprozesse in Choreografie und Tanz
mit Marc Brew (USA), Kate Marsh (GB), Alessandro Schiattarella (CH), Moderation: Tanja Erhart

Verabschiedung 17.40  
Burlesque-Performance 17.50 Amelia Cavallo (USA/GB)
Ende 18.00