Referent*innen

Jo Bannon

Jo Bannon ist eine britische Künstlerin, die Live Art und Performance macht. Sie hat Werke in England, Europa, Südamerika, den USA, in China und Australien präsentiert. Ihre Arbeiten nehmen sich häufig Themen wie Identität, Sinneswahrnehmungen und menschliche Begegnungen an und untersuchen die Art und Weise, wie wir unsere Umgebung sehen, hören und spüren, um diese innerlichen menschlichen Verhaltensweisen neu zu denken oder in ihnen das Unbekannte zu suchen. Foto: Paul Blakemore jobannon.co.uk

Gianni Blumer

Gianni Blumer, geboren 1989, ist Schauspieler bei Theater HORA. Zusammen mit Tiziana Pagliaro spielt er im Videoclip «Morgefrüeh» des Schweizer Reggae-Sängers Dodo Jud. Er wirkte in verschiedenen HORA-Produktionen mit, unter anderem bei Disabled Theater (2012), Freie Republik HORA (2013) und EGOTOPIA (2018). Er realisiert auch eigene Regiearbeiten, unter anderem SOLO: HUNGERSPIEL VON DER HÄLFTE VOM THEATER HORA (2014) auf der Zentralbühne des Zürcher Theaterspektakels (im Rahmen von FRH2) und HUNGER GAMES (2015) (zusammen mit Das Helmi).

Marc Brew

Marc Brew, Künstlerische Leiter der AXIS Dance Company, ist ein international erfolgreicher Choreograf, der an der Victorian College of the Arts Secondary School und der Australian Ballet School ausgebildet wurde. Seit über 20 Jahren ist er als Künstlerischer Leiter, Choreograf, Tänzer, Lehrer und Redner tätig und hat mit der Australian Ballet Company, der State Theatre Ballet Company of South Africa, dem Infinity Dance Theatre, der Candoco Dance Company und der AXIS Dance Company gearbeitet. Seit 2008 widmet Marc sich vermehrt seiner eigenen Choreografie mit der Marc Brew Company. marcbrew.com

Amelia Cavallo

Amelia Cavallo, geboren in den USA, ist eine blinde Künstlerin, die als multidisziplinäre Performerin, musikalische Leiterin, Dozentin und Beraterin in den Gebieten Zugang und Audiodeskription arbeitet. Sie ist Doktorandin an der Royal Central School of Speech and Drama und hat Auftrittserfahrung sowohl mit selbstbestimmten Theaterkompanien wie Extant, Graeae und Birds of Paradise als auch mit regionalen Theaterhäusern wie das New Wolsey, Theatre Royal Stratford East und The Royal Exchange Manchester.

Colette Conroy

Colette Conroy ist stellvertretende Dekanin an der University of Hull. Sie ist Autorin des Buches Theatre & The Body (Palgrave, 2010), Herausgeberin des Research in Drama Education und publiziert zu den Zusammenhängen zwischen Politik, Körper und Performance, Disability Culture und Sport. Sie hat als Theaterschaffende praktiziert und war Associate Director bei der Graeae Theatre Company in den 1990ern. Momentan arbeitet sie an einem Buchprojekt über den Philosophen Jacques Rancière. colette-conroy.uk

Claire Cunningham

Claire Cunningham ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Performerin und lebt in Glasgow in Schottland. Sie ist eine der bekanntesten Künstlerinnen mit Behinderung in Grossbritannien. Ihre Arbeit ist geprägt von der Auseinandersetzung mit ihrer Körperlichkeit und ihren Krücken und von der bewussten Ablehnung traditioneller Tanztechniken. Ihre aktuellen Arbeiten Give Me a Reason to Live, Guide Gods und The Way You Look (at me) Tonight, eine Zusammenarbeit mit Jess Curtis, haben weltweit getourt. Im Juli 2019 hat ihr neues Ensemble-Stück Thank You Very Much Premiere am Manchester International Festival. clairecunningham.co.uk

Jess Curtis

Jess Curtis ist ein preisgekrönter Choreograf und Performer. Zusammen mit den San Francisco Performance-Ensembles Contraband und CORE und der französischen Zirkuskompanie Cahin-Caha hat er multidisziplinäre Arbeiten geschaffen und aufgeführt. 2000 gründete er seine transkontinentale Performancekompanie Jess Curtis/Gravity. Er arbeitet als Wissenschaftler, Autor, Lehrer und Gemeinschaftsarbeiter auf dem Gebiet des zeitgenössischen Tanzes und hat einen Doktortitel in Performance Studies von der University of California. Foto: Sven Hagolani jesscurtisgravity.org

Tanja Erhart

Tanja Erhart ist in Tirol aufgewachsen und studierte Kultur- und Sozialanthropologie in Wien. Als zeitgenössische Tänzerin trainierte  sie bei Adam Benjamin, Sonja Brown, Vera Rebl, Michael Turinsky, ImPulsTanz, AXIS Dance Company und Candoco Dance Company, welcher sie von 2014 bis 2017 als Tänzerin beitrat. Derzeit teilt sie ihre Erfahrungen und Tanzpraxis in Advisory Panels, Workshops, Konferenzen und performt in Farah Salehs «Brexit means Brexit» – Tour im Mai 2019 – wie auch in Claire Cunninghams erstem Ensemble-Stück zur Personifikation von Elvis Presley – Premiere Juli 2019.

Theater HORA

Theater HORA ist das einzige professionelle Theater der Schweiz, dessen Ensemblemitglieder alle eine IV-zertifizierte «geistige Behinderung» haben. Ausser dem Theaterensemble beschäftigt Theater HORA auch eine Band. Im Zentrum der künstlerischen Arbeit steht momentan das Langzeitprojekt «Freie Republik HORA», ein Labor für eigene Regie-, Choreografie- und Performance-Arbeiten «geistig behinderter» Bühnenkünstler*innen. Neben Projekten der künstlerischen Leiter Michael Elber und Nele Jahnke gibt es regelmässig Co-Produktionen mit namhaften Vertreter*innen der nationalen und internationalen Tanz-, Theater- und Performanceszene. hora.ch

Nele Jahnke

Nele Jahnke ist Künstlerische Co-Leiterin von Theater HORA, dem einzigen professionellen Theater mit geistig behinderten Schauspielern der Schweiz, wo sie einige Produktionen inszenierte und zusammen mit Michael Elber und Marcel Bugiel das Langzeitexperiment Freie Republik HORA konzipierte und leitet. Von 2016 bis 2018 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin «DisAbility on Stage» des Institute for Performing Art and Films, gefördert vom Schweizer Nationalfonds.

Sarah Marinucci

Sarah Marinucci, M.A., doktoriert in Theaterwissenschaft an der Universität Bern und ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zürcher Hochschule der Künste, Institute for the Performing Arts and Film, in der Schweiz tätig. Ihr Doktorandenprojekt im Rahmen des SNF-Forschungsprojekts «DisAbility on Stage» an der Züricher Hochschule der Künste in Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Universitäten und Theater-/Tanzensembles untersucht die Rezeption von Künstler*innen mit geistiger Behinderung in der Schweiz.

Kate Marsh

Kate Marsh ist eine Tanzkünstlerin mit Behinderung, die auf diesem Gebiet seit über 20 Jahren performt, lehrt und arbeitet. Sie interessiert sich für die Wahrnehmung des Körpers in den Künsten und für körperliche Ästhetiken. Ihr besonderes Interesse gilt der gelebten Erfahrung in unseren Körpern und der Frage, ob sich diese in der Kunstpraxis widerspiegelt. Ihre kürzlich abgeschlossene Doktorarbeit behandelt Leadership im Kontext von Tanz und Behinderung.

Nina Mühlemann

Nina Mühlemann ist in Zürich aufgewachsen und hat in Basel und London Englische Literatur studiert. Ende 2017 stellte sie am King’s College London, wo sie auch unterrichtete, ihre Doktorarbeit auf den Gebieten Performance und Disability Studies fertig. Seit Sommer 2018 bis Frühling 2020 leitet sie zusammen mit dem Künstler Jeremy Wade die Future Clinic for Critical Care, ein soziokulturell animiertes Kunstprojekt, in dem es um Fürsorge und Behinderung geht.

Alex Oberholzer

Alex Oberholzer studierte Mathematik, Literatur und Kunstgeschichte (MA). Er arbeitet als Filmredaktor bei Radio24 in Zürich. Er ist Präsident des Internationalen Festivals „Look & Roll – Behinderung im Kurzfilm“ und in der Programm-Kommission der Allianz-Cinemas von Zürich und Basel, ausserdem im Vorstand des Theater Hora und im Beirat des Cybathlons (ETHZ). Einmal monatlich ist er Gast in Moritz Leuenbergers Bernhard-Matinee.

Edwin Ramirez

Edwin Ramirez ist ein Stand-up Comedian und Performance-Künstler aus Zürich. Er war im Jahr 2017 als Bester Newcomer der Swiss Comedy Awards nominiert. Zu seinen bisher grössten Auftritten zählen zwei Fernsehauftritte bei «Stand Up!» im Bernhard Theater, ein Live-Radioauftritt auf der SRF 3 Comedy Talent Stage im ComedyHaus sowie Auftritte im Bierhübeli in Bern und im Club Joy in Baden. rollingeddie.com

Alessandro Schiattarella

Alessandro Schiattarella wurde in Neapel geboren und machte 2000 seinen Abschluss an der Ecole Rudra-Béjart Lausanne. In den folgenden 15 Jahren arbeitete er mit international renommierten Ensembles zusammen. Seine neuesten Arbeiten ALTROVE (AEROWAVES TWENTY 17’s selection), TELL ME WHERE IT IS, STRANO und ONE AT A TIME untersuchen Behinderung aus verschiedenen Perspektiven. Momentan arbeitet er an einem Master in Fine Arts and der FHNW Basel und wird 2019 von Pro Helvetia Johannesburg als Artist in Residence unterstützt. alessandroschiattarella.com

Sandra Umathum

Sandra Umathum ist eine Theater- und Performancewissenschaftlerin und arbeitet als Dramaturgin. Von 2013 bis 2018 war sie Professorin für Theaterwissenschaften und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Zwischen 1998 und 2002 arbeitete sie für verschiedene Produktionen von Christoph Schlingensief. Sie promovierte 2008 mit der Arbeit Kunst als Aufführungserfahrung (einer Dissertation über intersubjektive Erfahrungen in der Ausstellungskunst). Sie ist Herausgeberin von Disabled Theater (gemeinsam mit Benjamin Wihstutz, 2015). Ihr neues Buch über Postdramaturgien (gemeinsam mit Jan Deck) erscheint 2019.

Jenni-Juulia Wallinheimo-Heimonen

Jenni-Juulia Wallinheimo-Heimonen ist eine konzeptionelle Künstlerin, die mit Textilien arbeitet. Sie hat sowohl in Finnland als auch im Ausland ausgestellt, und ihre Kurzfilme wurden an internationalen Filmfestivals gezeigt. 2016 erhielt sie den Nurmijärvi Municipal Art Award, 2009 den Finnish Disability Culture Award. Ihr Film Reflector of Living Will wurde am 2018 Pisa Robotics Film Festival ausgezeichnet. Von 2019 bis 2020 arbeitet sie an Empathie-Objekten mit Unterstützung des Arts Promotion Center Finnland. jenni_juulia.fi